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Wissenswertes
über das Einsatzgebiet der
PD Waiblingen

- Der Rems-Murr-Kreis -

 Der Rems-Murr-Kreis

  Das Kreiswappen
und seine Bedeutung
Eine schwarze Hirschstange zwischen zwei schräglinken blauen Wellenleisten im goldenen Schild.

Die beiden schräglinken, blauen Wellenleisten symbolisieren die namengebenden Flüsse Rems und Murr. Die schwarze württembergische Hirschstange steht für die württembergische Vergangenheit des Kreisgebiets. Die Hirschstange soll daran erinnern, dass die Grafen von Württemberg ausgehend von Beutelsbach ihr Territorium bildeten.

Das Innenministerium von Baden Württemberg hat dem Kreis das Wappen im November 1974 verliehen.

Geschichtlich

Um 150 nach Christus erweiterten die Römer ihr Imperium nach Osten und nahmen den größten Teil des heutigen Kreisgebietes ein. Bis zur Vertreibung der Römer durch die Alemannen 259/260 nach Christus verlief der obergermanische Limes im Osten des Kreises auf 35 Kilometern von Norden nach Süden.

In der Zeit der Klostergründungen um 800 entstand das Kloster Murrhardt. Weitere geistliche Niederlassungen war das 1116 durch die Markgrafen von Baden gegründete Augustiner Chorherrenstift in Backnang.

Erste fassbare Grundherren im Kreisgebiet sind die Karolinger anzusehen. Im Jahr 885 ist Kaiser Karl III. (der Dicke) in Waiblingen urkundlich erwähnt.

Vor 1100 wurde Herzog Friedrich I. von Schwaben, der Staufer, Herrscher über Waiblingen. Das Staufergeschlecht war bis zu seinem Niedergang im heutigen Kreisgebiet führend. Nach dem Niedergang der Staufer gelang es den Grafen von Württemberg vom Westrand des Schurwalds, ihrem vermutlich ersten Sitz im Südwesten, auf dem Territorium der Staufer Fuß zu fassen.

 

Der Kreis ist die Wiege des heutigen Bundeslandes Baden-Württemberg.

Beide Herrschergeschlechter, sowohl die Württemberger als auch die Badener, hatten ihre ersten Grabmäler im Gebiet des Rems-Murr-Kreises. Die Grafen von Wirtemberg in der Stiftskirche in Beutelsbach, die Markgrafen von Baden in der Stiftskirche in Backnang.

Im ausgehenden Mittelalter beherrschte Württemberg als Territorialstaat schon fast das gesamte Kreisgebiet. Neben Asperg, Leonberg und Stuttgart gehört Waiblingen zu den vier Ämtern, die in den ältesten Lagerbüchern der Grafschaft Württemberg aus der Zeit um 1350 nachgewiesen sind. Um diese Zeit zeichnete sich die Einteilung einer Vogtei (Amt) ab. Seither ist Waiblingen bis heute kontinuierlich Sitz einer Amts- beziehungsweise Kreisverwaltung.

Als Lohn für die Napoleon erwiesene Bündnistreue erhielt das Herzogtum Württemberg neben neuen Landesteilen im Jahr 1806 auch die Königswürde. Neue Verwaltungsstrukturen schufen eine neue Ämtereinteilung. Das Gebiet des Rems-Murr-Kreises besteht aufgrund dieser neuen Ämtereinteilung hauptsächlich aus den vier ehemaligen Oberämtern Schorndorf, Waiblingen, Welzheim und Backnang. Aus den Oberämtern entstanden im Jahr 1938 die Landkreise Waiblingen und Backnang

Der heutige Rems-Murr-Kreis wurde im Rahmen der Kreisreform zum 1. Januar 1973 gebildet. Damals wurde der Altkreis Waiblingen mit dem Großteil des Altkreises Backnang  zum neuen Rems-Murr-Kreis vereinigt. Eingegliedert wurden einige Orte des Kreises Schwäbisch Gmünd. Die beiden Altkreise Waiblingen und Backnang gehen zurück auf die ehemaligen württembergischen Oberämter Waiblingen und Backnang. Im Laufe der Geschichte wurden die Oberämter mehrfach umstrukturiert und 1934/38 in die drei Landkreise Waiblingen, Rems- Murr- Kreis und Backnang überführt.

 

Geographisch

Das Kreisgebiet grenzt im Norden an die Landkreise Heilbronn und Schwäbisch Hall,

Östlicher Nachbar ist der Ostalbkreis. Im Süden liegen die Landkreise Göppingen und Esslingen an den Grenzen. Im Westen schließen sich die Landeshauptstadt Stuttgart und der Landkreis Ludwigsburg an die Kreisgrenzen an. Der Kreis hat rund 420.000 Einwohner (Stand Januar 2009)

Das Kreisgebiet bedeckt ein eine Fläche: 858.14 km², Auf einem Quadratkilometer wohnen 486 Einwohner.

 

Politisch

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet. Seit 2002 heißt der Landrat des Rems-Murr-Kreises Johannes Fuchs.

Der Rems-Murr-Kreis pflegt partnerschaftliche Beziehungen zum Landkreis Meißen in Sachsen, zum ungarischen Komitat Baranya, zum Rayon und zur Stadt Dmitrow in Russland sowie zur Stadt Southampton in Großbritannien

 

Wirtschaftlich

Der Landkreis Rems Murr ist mehr als nur Wohnort für  pendelnde Arbeitnehmer. Zahlreiche namhafte Unternehmen haben einen Firmensitz im Rems-Murr Kreis. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Hochtechnologiefirmen, um Hersteller von Motorsägen und Kleinmotorgeräten und Unternehmen, die in Kunststoff- und Verpackungstechnik tätig sind. Desweiteren sind Hersteller von Hausgeräten und Reinigungsgeräten im Kreis beheimatet.

 

Bildung und Soziales

Der Rems-Murr-Kreis ist Schulträger  diverser beruflicher Schulen. Er bietet den Schülern Unterrichtsmöglichkeiten an gewerblichen, kaufmännischen und hauswirtschaftlichen Schulen. Zusätzlich unterhält der Kreis Schulen und Kindergärten für Geistig- und Körperbehinderte sowie die Schule für Patienten in längerer Krankenhausbehandlung in Waiblingen.

Zur medizinischen Versorgung der Landkreisbewohner existieren in Backnang, Schorndorf Waiblingen Krankenhäuser, ein weiteres Krankenhaus wird in Winnenden gebaut und soll im Jahr 2013 eröffnet werden.

Im Kreis existieren desweiteren ein Zentrum für Psychiatrie Winnenden, die  geriatrische Reha-Klinik Bethel in Welzheim, eine private Klinik in Waiblingen, sowie in Oppenweiler eine Fachklinik zur Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigkeit.